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Kästner & Töbelmann, ansässig in Erfurt, zählte zu den angesehensten Thüringer Herstellern von Petroleumlampen. Ihre Modelle stehen bei Sammlern hoch in Kurs. Die Fabrik war eine der 5 großen Lampenfabriken Erfurts und wurde 1874 gegründet.

S. Toebelmann hatte bereits einen Betrieb, in den Franz Kaestner einstieg, und 1899 nach dem Tod von S. Toebelmann alleiniger Inhaber wurde. Der Name Kaestner&Toebelmann wurde als Markenname jedoch bis zur Auflösung 1937 weitergeführt. 

Etwa ab 1890 begann man mit der Entwicklung eigener Modelle von Sturmlaternen. Die Firma stellte sich bereits frühzeitig breiter auf und nahm außer Petroleumlampen auch elektrische Beleuchtung und Öfen in ihr Programm auf. Ausgehend von den Schutzanmeldungen profitierte sie außerdem vermutlich von Militäraufträgen während des 1. Weltkrieges. Während in der Nachbarfabrik bei Stübgen Schutzanmeldung zwischen 1914 und 1918 praktisch zusammenbrachen, stieg die Anzahl von Anmeldungen bei K&T deutlich an, insbesondere für mobile, feldtaugliche Petroleumöfen, aber auch für Militärlaternen. 

K&T besaß in vielen Ländern der Erde Generalvertretungen. Namentlich bekannt ist vor allem J.C. Begmann in Stockholm, Schweden, der die Laternen mit eigenem Händlernamen versehen ließ. Belege liegen außerdem für ein Generalvertretung in China vor.

 

Franz Kästner stiftete 1914 das Marinedenkmal am Erfurter Hauptfriedhof. 2008 taufte der Club Maritim Erfurt einen alten Marinesegler auf den Namen "Hermann Kaestner".

 

In den 1920er Jahren geriet das Unternehmen zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten, Absatzmärkte brachen weg, notwendige Investitionen blieben aus. Die HASAG verwendete K&T zunächst als Auftragsfertiger für Sturmlaternen. Anfang der 1930er Jahre schloß K&T seine Fertigung, den verbliebenen Geschäftsbetrieb übernahm vermutlich die HASAG, die Immobile ging an ein ortsansässiges Erfurter Bekleidungsunternehmen. 1937 war die Liquidation auch auf dem Papier vollständig abgeschlossen.

 

Ein Teil der Fabrik, das Straßen-Hauptgebäude an der Franckestraße, steht heute noch. Und wie es sich damals für große Bauten gehörte, wurde es in "Wasmuths Monatshefte für die Baukunst" im Jahre 1921 vorgestellt, der Architekt war Max Brockert, spezialisiert auf Großbauten.

 

K&T verwendete über die Jahre mehrere Fabrikzeichen, mit dem die Erzeugnisse gekennzeichnet wurden. Bevor diese eingeführt wurden waren die Lampen und Brenner in der Regel direkt mit dem Schriftzug " Kaestner & Tpeobelmann Erfurt" gekennzeichnet. Erstes Fabrikzeichen war die Rose, später ein geflügeltes Rad, bei Laternen und kleineren Lampen überwiegend einen Harnisch, das Panzer- Logo. Zusätzlich gab es noch Zeichen die überwiegend im Exportbereich verwendet wurden.

 

Für Kästner & Töbelmann existieren keine Firmenunterlagen mehr. Weltweit verstreut liegen lediglich mehrere Firmenkataloge in privatem Besitz vor, aus dem Zeitraum von ca. 1880-1927. Diese sind zumeist undatiert und müssen über Schutzanmeldungen referenziert werden. Die zahlreichen Gebrauchsmusteranmeldungen sind zwar dem Titel nach namentlich bekannt, aber im Original nicht erhalten, so das die erläuternden Texte und Grafiken fehlen. Patentanmeldungen stellen somit einen wichtigen Pfeiler für die Datierung der Exemplare. Nennungen in Fachliteratur, Händlerkatalogen und Werbeanzeigen stellen ebenfalls einen Großteil der Recherchebasis.

K&T Laterne

 

Diese Modelle gehören mit Sicherheit zu den reizvollsten Sammlermodellen. Solche und ähnliche Ausführungen gab es aber nicht nur aus Thüringen sondern auch aus Sachsen. 

Die Plakette am Tank benennt zwei Patentnummern, zusammen mit der Konstruktion der Luftrohre lässt sie sich damit auf 1890-1897 datieren. K&T verwendete dabei ein zugekauftes Patent der Firma Weber Berlin und eine eigene Patenterweiterung. Lustigerweise ist das nur Werbung, das Patent wird bei diesem Modell gar nicht angewendet. Tatsächlich beruht die Konstruktion vollständig auf einem älteren Patent aus dem Jahre 1878.

Das das Glas samt Verschluss weitgehend überlebt hat liegt wohl nur daran das man den Deckel nicht auf bekommen hat als man sie ihrer anderen Messingteile beraubte. Der Glasverschluß sowie das Lochsiebblech zählt zu den ältesten deutschen Patenten und datiert auf 1878. Es wurde mit der Patentnummer 3269 erteilt.

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann, Erfurt

Land: Deutsches Kaiserreich

Größe: 7'''

Baujahr: ca 1890-97

 

 

K&T " Phönix "

 

Kommen wir zu einem weiteren älteren Modell. Das Pärchen kam im Sommer 2017 zu mir.  Es gibt leider keine Plakette oder Patentmarkierung, aber Bauart und DTR weisen sie klar als Erfurter Laterne von K&T aus. Das erfreuliche ist der gute Zustand. Der Vorbesitzer hatte sie um 1975 herum aus dem Schuppen seines Opa geborgen, aufbereitet und konserviert.  Rechnet man zurück hat der Opa sie eventuell in jungen Jahren selbst erworben, denn wann sonst stößt man schon mal auf ein Pärchen in dem Alter.

 

Anhand von Katalogbildern konnte sie als Modell " Phönix " identifiziert werden.

Das Baujahr konnte zwischenzeitlich mit Hilfe deutlich eingegrenzt werden - zwischen 1893 und 1897.

Die Bauart mit Luftrohren aus Einzelteilen war dann bereits etwa ab 1897 nicht mehr Stand der Technik und wurde in den folgenden Jahren auch bei anderen Herstellern zugunsten einteiligen Luftrohren völlig aufgegeben.

 

K&T Katalog Nr.: 102a

Hersteller: Kästner & Töbelmann, Erfurt

Land: Deutsches Kaiserreich

Größe: 7'''

K&T Sturmlaterne 5'''

 

So ein bisschen bekam ich schon weiche Knie als ich diese Laterne sah. Eine K&T mit dem patentierten Anzündglas. In 5'''. Und scheinbar auch noch vollständig. Beim auspacken dann die ersten Schweißperlen. Okay, alles da, alles dran. Aber der Rost am Tank sah gar nicht gut aus.  Einfach nur konservieren war auch nicht recht eine Option, viele Messingteile waren überlackiert wie das Chassi auch. Dieses Konglomerat aus Farbresten und Rost war auch keine brauchbare Konservierungsbasis. Also zerlegen und entlacken.  Und an diesem Punkt hätte ich besser stoppen sollen. Denn als ich mit entrosten begann wurde klar das der Oberbau zwar in sehr gutem Erhaltungszustand war, der Tank aber praktisch in gar keinem Zustand mehr.  Der "Point of no Return" war dann auch umgehend erreicht als der komplette Boden und ein Drittel der Tankwand zerbröselte.  Für jede andere Laterne wäre das das Todesurteil gewesen, und ab da lautete das Credo: retten was zu retten ist.
Also rollt ein Bekannter ein Stück Messingblech zu einem Zylinder und wir bauen wir uns einen neuen Tank. Alles was zu retten war wurde erhalten, Löcher hin oder her.

 

An der Laterne kommt noch keins der Warenzeichen zum Einsatz, auch der Tragbügel deutet auf eine hohes Alter. Offensichtlich verwendet sie das Glas mit verschließbarer Öffnung ab 1878, außerdem führt sie auf Glas und Plakette das Patent 56269 an sowie das Zusatzpatent 71076 von 1893. Damit ist das Baujahr in die eine Richtung schon mal begrenzt.  Auf der anderen Seite besitzt sie bereits einteilige Luftrohre womit das Baujahr Richtung Jahrhundertwende wandert.

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann, Erfurt

Land: Deutsches Kaiserreich

Größe: 5'''

Baujahr: 1897-1904

In Sammlung/Restauration: 2021

K&T Original Panzer Sturmtrotz

 

Wegen dem Zustand hab ich sie nicht gekauft. Es lag eher daran das sie noch alle ihre 7 Sachen beisammen hatte und da konnte ich zu einem vernünftigen Preis nicht nein sagen. Brenner, Tankdeckel und Plaketten hat doch tatsächlich 110 Jahre lang keiner entfernt.

 

Wie viele ihrer Erfurter Artgenossen krankt sie an dem Problem das sich der Brenner praktisch nicht mehr aus der Halterung lösen will. Mehrere Runden im Ultraschall lösten das Problem dann wortwörtlich.

Die Plaketten habe ich vor der Entrostung vorsichtshalber abgelötet und später wieder befestigt. Darunter war sie noch schön verzinnt und glänzend.

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann, Erfurt

Land: Deutsches Kaiserreich

Katalog-Nr.  3621

Größe: 7'''

 Plakette : Panzer Sturmtrotz / Kaestner & Toebelmann / Erfurt

Plalette: Panzer-Logo

Baujahr: zwischen 1897-1907

Glas: gemarktes Originalglas, mit Ausbruch und Riss,  später gegen unbeschädigtes getauscht.

Status: in Sammlung seit 2017,  Restauration 2017

 

K&T Panzer Sturmtrotz

 

Und ein ähnliches Modell, ohne Plakette. Der Brenner ist mit der Rose gemarkt.

Diese Laterne war nur als Leihgabe in meiner Obhut und wurde nicht aufbereitet.

 

 

Gegenüber Tanköffnung: Panzer Sturmtrotz La Cuirassee

Plakette : -

Baujahr: zwischen 1897-1907

Glas: gemarktes Originalglas

 Sammlungsleihgabe im Jahr 2018

 

K&T  121 Phönix-Sturmlaterne 7''' mit Kasteneinsatz

 

Dieses schöne Modell mit seltenem Kasteneinsatz  ist gar nicht sooo alt wie es auf den ersten Blick scheint. Tatsächlich verraten die Kataloge ein Baujahr ab 1910, und vermutlich war sie 1913 bereits nicht mehr im Programm.

Kasteneinsätze sind eine interessante Sache. Zum einen braucht man keinen Heber, denn die Laterne wird über die Tür angezündet und gelöscht. Zum anderen ermöglicht der Kasten mit glatten Scheiben eine Reparatur auch an Orten mit schlechter Versorgung, denn eine einfache Glasscheibe reicht im Notfall um Glasbruch zu beheben.

Das Modell war vollständig und ohne Schäden. Tankdeckel, Plakette, Brenner, die originalen Glascheiben, keine Durchrostungen. Also da kann man nicht klagen.

Modelle dieser Art waren von Anbeginn der Laternenfertigung im Programm, verschwanden aber spätestens mit dem 1. Weltkrieg flächendeckend aus dem Programm der Hersteller.

 

Baujahr: ca 1910-13

 

Modell: 121 7'''

K&T "Panzer Sturmtrotz"

 

Das 7''' Modell kam mit reichlich Farbe, aber das muss ja nichts schlechtes sein, denn bekanntlich schützt Farbe vor Rost. Es war fast original, lediglich den Tragebügel musste ich gegen eine richtige Ausführung aus meinem Ersatzteillager ersetzten. Okay, der Brennerhut scheint mir auch etwas merkwürdig, ist aber von K&T und passt....irgendwie.

Die Laterne besaß beim Auffinden ein Luftsieb unter der Glashalteplatte. Solche Ausführungen gab es zwar, allerdings war die Passform katastrophal und es hatte eine tiefe Beule damit man überhaupt an den Tankdeckel kam.  Laut Katalog gab es solche Modelle, doch das Ding passt einfach gar nicht. Aber super für die Ersatzteilkiste :-) .

 

Gegenüber den vorigen Modellen besitzt sie bereits die neueren breiten Blech- Tragbügelhalter. Und sie besitzt bereits die neuere Ei-förmige Glasform. Das Glas am unteren Ran noch mit der Prägung "gesetzlich geschützt" versehen, stammt also aus den ersten Produktionsjahren. Es ist allerdings kein DRGM bekannt was dieses Glasdesign schützt, möglicherweise bezieht sich die Aussage also nur auf die abgebildete Fabrikmarke.

Erfreulicherweise waren auch noch alle Plaketten vorhanden.  Die Laterne wurde ohne Säure, nur im hochkonzentrierten Laugenbad entrostet.  Das greift zumindest die Plaketten nicht an.

 

 

Baujahr: um 1910

 

In Sammlung seit: 2021

Infobox - Generalimporteur für Schweden : C.J. Bergmann

In der Altstadt von Stockholm, genauer in der Västerlånggatan  Straße, befindet sich eins der ältesten Geschäfte überhaupt. 1654 wurde eine Eisenwarenhandlung gegründet, welche seit etwa 1712/14 an der Hausnummer 19 ansässig war. 1842 übernahm C.J. Bergman das Unternehmen und baute es zur Großhandlung aus. Als das Geschäft Ende der 1970er/ Anfang der 1980er Jahre schloss, war es die Letzte der dort ehemals zahlreichen Eisen- und Blechwarenhandlungen.
Mindestens seit etwa 1908, bis zur Produktionseinstellung von Kästner&Töbelmann fungierte C.J. Bergmann als Generalimporteur für Schweden. Der Händler legte stets Wert darauf das sein Name am Produkt zu finden war, und so sind entsprechende Modelle mit Plakette oder Prägung versehen. Außerdem legte man Wert auf Qualität - überdurchschnittlich oft trifft man auf die stabilsten und verstärkten Modelle. 

Bergmann verkaufte jeweils nur ein Modell von K&T, die FENIX No.1 , welche jeweils dem aktuellen Mainstream Modell von K&T entsprach, also üblicherweise der Panzer Sturmstrotz in der größten und schwersten Ausführung. Das das Modell FENIX heißt ist sicher kein Zufall. Vermutlich wurde der Name ursprünglich gewählt als das Hauptmodell von K&T noch PHÖNIX hieß. Der Name wurde dann wohl dem Schwedischen angepasst und für alle Zeiten als Laternenname unverändert beibehalten.

C. J. Bergmann um 1945. Mit freundlicher Genehmigung des Vereins "Järnhandelns Intresseförening", Schweden.
C. J. Bergmann um 1945. Mit freundlicher Genehmigung des Vereins "Järnhandelns Intresseförening", Schweden.

K&T Fenix No. 1

 

Fenix war eine Exportbezeichnung der Phönix Modelle. Begehrt sind die Modelle des schwedischen Importeurs Bergmann, denn dieser lies die Laternen mit einer zweiten Händler-Plakette versehen. Außerdem handelt es sich um eine verstärkte Variante mit stabilisierten Luftrohren, für das K&T ebenfalls einen Gebrauchsmusterschutz ab 1905 hatte. Zunächst bot K&T diese Verstärkung für alle Modelle an, im Laufe der Zeit wurde sie, obwohl sehr effektiv, nur auf Wunsch verwendet.

 

Dieses 7''' Modell ist erfreulicherweise mal komplett - vom Tankdeckel bis zum Glas.

 

Im deutschen Katalog firmierte das Modell unter " Panzer-Sturmtrotz ". Modell 3621 & 335

 

Das erste geprägte Patent bezieht sich auf die Luftdurchführung zur Brennerkammer nach Weber, Berlin. Das zweite bezieht sich auf die Ausgestaltung der unteren Schutzkappen dieser Luftdurchführung. Die verwendeten DRGMs sind nicht aufgeführt.

 

Die schwedische Werbeanzeige, die mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde, datiert aus 1914.

 

Dieses Modell stammt etwa von 1908-1910.

K&T Original Panzer Sturmtrotz Laterne

 

 

Obwohl nicht ganz vollständig und etwas krumm war die Substanz doch gut erhalten. Die französische Händlerplakette habe ich von einer baugleichen Ruine überragen.

 

 

Höhe:

Tankdurchmesser:

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE, zusätzlicher Zinnstempel: Brule Clare, Lanilerie Pock [Logo: Hahn]

links d. Füllöffnung: THE LIGHTHOUSE

rechts d. Füllöffnung: WONT GO OUT

Tankboden:ORIGINAL PANZER LATERNE

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Glas: Panzer Sturmtrotz

Baujahr: vermutlich zwischen 1914 - 1919

 

 in Sammlung: 2020

K&T Original Panzer Sturmtrotz 

 

Zustand: Die Luftrohre sind an der Unterseite durchgerostet, die Brennerkammer auch, ansonsten kaum Rost. Lampe komplett und alle Teile beweglich. Glas nicht original sondern von Feuerhand. Schutzgitter fehlt. 4 Jahre später, 2017, dann Ersatz gefunden. Schön der Beschlag mit Schriftzug. Tankboden mit Luftdurchführung und Siebkappe.

 

 

Höhe:

Tankdurchmesser:

gegenüber Füllöffnung: Panzer Sturmtrotz Kaestner u. Toebelmann, Erfurt

links d. Füllöffnung: -

rechts d. Füllöffnung: -

Tankboden: -

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Füllschraube: [Panzer Logo]

Glas: nachträglich ersetztes Glas mit Originalmarkung

 Baujahr: ca. 1910-13

 

Restauration 2017: Laterne komplett entlackt und zerlegt. Die Luftrohre sind viel schlimmer als gedacht. Die Plakette hat sich von selbst zersetzt. Katastrophe. Lötreparatur für Fortgeschrittene. Wegen der ganzen Reparaturen war eine Lackierung nötig, ich entschied mich für Antik-Silber plus Klarlack. Würde ich nicht noch mal wählen, mir persönlich sagt die Farbe nicht zu. Das passende originale Ersatzglas kam dann doch schon 2 Jahre später dazu.... Geduld ist alles....

K&T Original Panzer Sturmtrotz Laterne

 

Diesmal eine normale deutsche Ausführung. Wiederauferstanden aus zwei einzelnen Laternen.

Das Schutzgitter fehlte, bis  auf weiteres sitzt da stellvertretend ein Feuerhand Ersatzschutzgitter.

 

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE

lum Füllöffnung: THE LIGHTHOUSE WONT GO OUT

Tankboden:ORIGINAL PANZER LATERNE

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankplakette:  Panzer Sturmtrotz Kaestner u. Toebelmann, Erfurt

Taankdeckel: [Panzer Logo]

Baujahr: vermutlich zwischen 1904 und 1919

 

In Sammlung seit: 2020

Restauration: 2020

K&T Original Panzer Sturmtrotz Laterne

 

Diese Ausführung stammt vermutlich aus den Jahren 1913/14 und besitzt die Brennerkappe mit Flügeln.

Abgesehen von der reizvollen hellgrünen Lackierung fehlte auch noch Glas und Brenner. Für beides fand sich Ersatz.

Dafür ist der Blaker vor 100 Jahren mal mit Schlagbuchstaben markiert worden. Eine Laterne mit Geschichte halt.....

 

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE

um Füllöffnung: THE LIGHTHOUSE WONT GO OUT

Tankboden:ORIGINAL PANZER LATERNE

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankplakette:  Panzer Sturmtrotz Kaestner u. Toebelmann, Erfurt

Tankdeckel:ohne Logo

Baujahr:  vermutlich 1913/14

 

In Sammlung seit: 2018

Restauration: 2018

K&T Original Doppel Panzer Sturmlaterne   "Dreadnought - Fürchtenichts"  7530  7'''

 

Ein weiteres LA CURIASSEE Model, in der Ausführung als "Fürchtenix" mit stabilem Schutzgitter und Brennerkappe mit Abdeckflügeln. Vermutlich etwas jünger als mein anderes Modell denn der Tank ist bereits mit geprägtem Logo.

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann

Land: DR

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE

um Füllöffnung: THE LIGHTHOUSE WONT GO OUT

Tankboden:ORIGINAL PANZER LATERNE

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tanklogo:  Panzer

Taankdeckel:Panzer

Baujahr:  vermutlich um 1918

 

In Sammlung seit: 2019

 

 

 

 

kleine Datierungshilfe

Im Jahre 1913 begann bei K&T die Abkehr der Brennkammerbelüftung durch den Tankboden. Das System neigte seit jeher zu Verstopfungen und war kompliziert und aufwendig zu fertigen und wohl gerne auch eine Quelle von Undichtheiten. Ende 1913, und somit wohl ab 1914 auf dem Markt, präsentierte K&T die obere Brennkammerbelüftung, dargelegt im Patent 274959. So aufwendig wie im Patent gezeigt wurde es dann doch nicht umgesetzt, aber zumindest äußerlich entsprach es der Patentbeschreibung- eine runde aufgesetzte Kappe mit kleinen seitlichen Löchern direkt neben der Brennkammer.

 

Das war immer noch aufwendig, und so findet man nach dem Krieg, spätestens mit dem Katalog 1921 die "Raupe", eine kleine aufgelötete Blechwulst mit seitlichen Löchern, direkt an die Brennkammer angebunden. Solche kleinteiligen aufwendigen Lötarbeiten waren aber ein Killerkriterium im Preiskampf, und einer von zunehmender Maschinisierung geprägten Produktion.

 

Ab 1927 wurde in Katalogen die neueste Brennkammerbelüfung beworben, ausgebildet durch ein durchlöchertes Dreieck welches in die nun inneliegende Brennkammer führte.

K&T Original Panzer Sturmtrotzlaterne

 

Dies ist  die erste Version mit oben liegender Brennkammerbelüftung. Auch hier bereits die Abkehr von der separaten Plakette, statt dessen wurde das Harnisch - Logo vorne auf den Tankmantel geprägt.

Diese Luftzuführung ist beworben im Herstellerkatalog von 1921 und 1923, gleichzeitig verwenden die Laternen im Katalog aber eine andere, simplere Konstruktion der oberen Luftzuführung. Bereits im 1927er Katalog wurde die obere Luftzuführung nochmals komplett geändert. 

Anhaltspunkte für eine Datierung bei diesen Modellen sind:

- Besitzt es das 1921 patentierte Sperrblech in der Brenneraufnahme ?

- Besitzt es eien obere Luftzuführung, und wenn ja welche?

 

Baujahr: etwa ab 1914, vmtl. um 1919

 

In Sammlung & Aufbereitung : 2019

 

K&T Original-Panzer-Strurmtrotz-Laterne 7504 7''' Exportmodell FENIX No.1

 

Irgendwo hier, also zeitlich gesehen, sortiert sich dieses Exportmodell für C.J. Bergmann ein. Es trägt noch Plaketten, besitzt aber den massiven Schutzkorb.  Wie immer typisch für Bergmans Export Varianten ist die Ausrüstung mit den seitlichen Luftrohrstabilisierungen, die in den Standardkatalogen oft nicht gelistet wurden.

Es gab zwar etwas Korrosion hier und da, aber nichts schwerwiegendes. Das Glas habe ich als schwedisches Ersatzglas aus meinem Bestand ergänzt da es im Fundzustand nicht enthalten war.

 

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE

um Füllöffnung: THE LIGHTHOUSE WONT GO OUT

Tankboden:ORIGINAL PANZER LATERNE

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankplakette:  Panzer Sturmtrotz Kaestner u. Toebelmann, Erfurt

Tankdeckel:ohne Logo

Baujahr:  vermutlich  1921-27

 

In Sammlung seit: 2021

Restauration: 2021

K&T "STELLA" 7'''

Dieses Modell wurde von K&T explizit für den schwedischen Markt produziert, ohne Herstellermarkung.

Als Prägung verwendet es den Lampennamen "Stella" , abgeleitet von "Stern". Auf der anderen Seite lautet die Prägung "Stormlykta", schwedisch für "Sturmlaterne". Ebenfalls typisch für schwedische Exportmodelle die Stabilisierung an den Luftrohren.

 

Interessant ist, das ein Rillenglas von K&T ebenfalls ohne Logo verwendet wurde, möglicherweise stammt es aber auch aus einer lokalen Ersatzproduktion. Die Laterne besitzt einen besonders stabilen und hohen Blaker, in Folge ist das Modell gut 1cm höher als die normale Ausführung.

Ursprünglich war sie vermutlich mit einem Schutzkorb aus Bandeisenstahl ausgerüstet.

 

Baujahr:  irgendwann zwischen 1913-21

 

In Sammlung seit: 2021

K&T Original Panzer Sturmtrotzlaterne 7503 7 ''' "Strichmodell" , Exportmodell Fenix No.1

Keiner kann mehr sagen was in den Jahren nach 1920 mit dieser Modelreihe los war, aber scheinbar gab es irgendwelche Marketingprobleme mit der Beschriftung.  Im Katalog um 1921 tauchen jedenfalls Ausführungen auf wo die Tankbeschriftung nicht einfach weggelassen, sondern durch Striche ersetzt wurde. 

Hier haben wir ein Exportmodell davon, in Schweden traditionell geführt als FENIX No.1.  Würde es nicht die für Bergmann-Modelle typische Luftrohrstabilisierung besitzen, wäre sie schon längst in zwei Hälften zerbrochen, denn die Luftrohre sind völlig weg gerostet. Insofern ist dies wirklich eine der sinnvollen Erfindungen für Sturmlaternen gewesen.

Ein Blick in die Brenneraufnahme lässt erkennen das hier das DRP356686 angewendet wurde. Das Sperrblech soll laut Patent bei starken Bewegen das hochschwappen und austreten des Öls am Brennerrohr minimieren. Schaut man sich aber die praktische Umsetzung an wird klar das dieses Ziel mit dem kleinen Querblech kaum erreicht werden kann. In späteren Jahren wurde es auch wieder weggelassen. Zumindest erleichtert es aber die Datierung der Laterne.

Die Laterne kam leider ohne Originalglas, und ich hatte auch gerade keins übrig, also wurde sie erst mal abweichend vom Katalog mit dem Glas des Modells 7504 bestückt.

 

 

Brenner: 7'''

Baujahr: ca. 1921-22

 

 

In Sammlung seit / Restauration: 2022

 

 

 

K&T Original Patent Panzer Curiass 7503 7'''

 

Die Lackierung ist dem Farbton nach natürlich zum fürchten, auf der anderen Seite ist sie ohne Abplatzer und tadellos ausgeführt, auch der Untergrund ist wohl rostfrei.  Schweren Herzens lasse ich sie so und befreie nur das Glas von den "Verzierungen". Der K&T Werbeslogan wurde bei diesem Modell neu abgewandelt....

Dies ist das letzte Modell welches noch den Namen " Sturmtrotz " trägt, und wurde noch mehrere Jahre neben der neuen " Radium " Modellreihe gefertigt.

Gut erkennbar die Verwendung des "Panzer - Doppelsieb", sowie der oberen Brennerkammerbelüftung mit dem Dreieck direkt über der Tanköffnung. Das Bandeisen trägt keine Prägung mehr, womit ein Arbeitsschritt eingespart wurde.

 

 

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE

um Füllöffnung: K&T WONT GO OUT { Made in Germany}

Tankboden:ORIGINAL PANZER LATERNE / Made in Germany

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankdeckel: ohne Logo

Brenndauer: 40h (angeblich)

Baujahr:  ca. um 1924-32

K&T Nr.: 7503

 

In Sammlung seit: 2018

 

K&T Original Panzer Radium 7''' mit Patent-Doppelsieb

 

Radium Laternen waren meist die etwas abgespeckten Versionen der Sturmtrotz. Hier ein Exemplar aus der eher späten Fertigungszeit, bereits mit dem gelochten Dreieck zur oberen Luftzuführung. Das Vergleichsbild mit dem Sturmtrotz Modell aus der gleichen Fertigungszeit zeigt die Unterschiede. Das Modell war unter gleicher Nummer mit und ohne Patent Doppelsieb erhältlich. Die Bewandnis mit dem Doppelsieb.... also zum einen hatte natürlich die Konkurrenz mit der Fledermaus doppelte Siebe, also brauchte man das auch, und offiziell diente es der Beruhigung der anströmenden Luft und Stabilisierung der Flamme. Naja, man sollte das nicht überbewerten.... Gleiches gilt für die Patent-Luftzuführung, in Form von ein paar Minilöchern im Dreieck, durch die Luft von unten an den Brenner strömt. Wenn alles perfekt sitzt und nicht wackelt, versteht sich.

 

Die Laternen hatten in der Regel kein eigenes gemarktes Glas, ein (CURIASS [Logo] Panzer) Glas wäre laut Katalog um 1927 korrekt.

 

Die Ländermarkung " Made in Germany" befindet sich bei diesem Modell am Kaminrohr, und nicht wie meist üblich am Tank.

 

gegenüber Füllöffnung:ORIGINAL [LOGO] PANZER

um Füllöffnung: RADIUM D.R. PATENT

Tankboden:[LOGO] / Made in Germany

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankdeckel: ohne Logo

Brenndauer:

Baujahr:  ca. um 1924-32

K&T Nr.: 7553

 

In Sammlung seit: 2021

K&T Original Patent Panzer Curiass 7'''

 

Das war mal wieder so ein Fall. Den Rosthaufen habe ich eigentlich nur gekauft weil ich das Glas haben wollte. Dann pack ich aus - und sie hat keine Markungen am Tank. Das hatte ich ja noch nie gesehen - ein Neutralmodell.  Okay. Na gut, sie ist vollständig, dann versuchen wir sie mal zu retten, auch wenn es bereits die schönsten Durchrostungen gab. Tage später, als ich am putzen war, stoße ich auf Herkunftsmarkungen am Kamin. Okay - das hatte ich an einer K&T  auch noch nie gesehen. Dann war die Mühe wenigstens nicht umsonst.

Das Problem an dem ganzen Teil ist das es diese Kombination so laut Katalog nicht gab. Das Glas in Verbindung mit diesem Schutzgitter wurde nicht angeboten. Normalerweise würde man davon ausgehen das mal etwas ersetzt wurde - Glas oder Gitter, aber beides ist von K&T, und da die ganze Laterne ein Mysterium ist könnte sie auch so ausgeliefert worden sein. Wird man wohl nicht klären können, sollte man deswegen aber auch nicht trennen.

Trotzdem wurde das Glas von mir einige Zeit später durch ein baugleiches, gerilltes und ungemarktes Exemplar ersetzt um die Anonymität der Laterne "komplett" zu machen.

 

Die Laterne verwendet Patente von 1922 und 1923, was den Herstellungszeitraum nach unten begrenzt.

 

gegenüber Füllöffnung: -

um Füllöffnung: -

Tankboden:-

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankdeckel: ohne Logo

Brenndauer: 40h

Baujahr:  ca. um 1924-32

K&T Nr.: ?

 

In Sammlung seit: 2020

K&T Original Patent Panzer Curiass 7503 e    7'''

 

Was man im Laufe der Jahre lernen muss ist, wann es Zeit ist aufzuhören.  Also nicht mit sammeln, aber mit entrosten. Manche Exemplare sind so übel, wenn man die wirklich entrosten wollte, bräuchte man zum Schluß eine Kehrschaufel.

 

Bei diesem Exemplar habe ich irgendwann die Notbremse gezogen, das war eigentlich schon zu Anfang klar das es so kommen wird. Die Nahaufnahmen vermitteln wohin die Reise gegangen wäre.  Natürlich kann man Blech austauschen und Löcher zulöten, den Weg bin ich schon öfters gegangen. Oder man läßt ihr ihr Alter, solange sie noch unrepariert zusammenhält.

 

Originalglas und Tankdeckel fehlen mal wieder, zwei Monate später gab es Ersatz, bis dahin parkte ein neutrales Rot-Glas in der Laterne.

Behalten habe ich sie eigentlich wegen der Gegenüberstellung mit ihrer Schwester. Auf den ersten Blick sollten es zwei gleiche Modelle sein, zumindest haben sie die gleiche Konstruktion und die gleichen Beschriftungen. Erst die Gegenüberstellung zeigt das da mehr Unterschied ist als das unechte Doppelsieb.  Sollte laut Katalog eigentlich gar nicht sein.

 

Angeboten wurde die Laterne als 7503 e , mit "Panzer Sieb" statt " Patent-Panzer-Doppelsieb". Heute würde man das e wohl mit "Economy" übersetzen :-)

 

 

gegenüber Füllöffnung: PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE

um Füllöffnung: K&T WONT GO OUT

Tankboden: ersetzt

Dochtschlüsselrad: [Panzer Logo]

Tankdeckel: ohne Logo

Brenndauer: 40h

Baujahr:  ca. um 1924-32

K&T Nr.: 7503 e

 

In Sammlung seit: 2020

 

K&T Original Panzer Sturmvogellaterne 7523 5'''

 

Diese "Sonderprägung"  verwendet den beliebten ""Wont go out" Schriftzug auf dem Tank. Die Tankprägung "Stormbird" wird von einem Vogelmotiv ergänzt.

Es besteht Verwechslungsgefahr, existiert doch auch eine andere Laterne mit dem Namen "Sturmvogel". Neben der englischen Prägung ist sie auch französisch geprägt. "La Mouette Curiasse" - "Möwe Panzer". 

 Die Laterne ist nicht allzu groß, denn es handelt sich um die 5''' Ausführung, das Gleiche gab es auch als 7''' Variante.

 

Bestandsaufnahme:

+ Substanz ok

- Glas fehlt. Sie benötigt ein Glas mit etwa 14,5cm Höhe.

- Seitenführungsblech der Hubstange fehlt.

- Drähte am Schutzkorb lose

- ungemarkter Ersatzbrenner verbaut

- Plakette geklaut

 

Nach Säurebad und 2 Stunden mit der Edelstahlbürste sieht es doch schon wieder recht ordentlich aus. Den Schutzkorb habe ich neu verlötet. Das Glas - schwierig zu beschaffen. Vorerst klapperte also erst mal ein etwas kleineres Ersatzglas drin rum. Brenner hatte ich noch einen Originalen in der Krabbelkiste.

Eine Besonderheit des Modells ist die obere Kaminöffnung, die sich mit dem Zugheber zum reinigen öffnen lässt. Und es dauerte nur 3 Jahre bis ich ein originales Glas in 5''' gefunden hatte......

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann

Land: DR / Thüringen / Erfurt

Baujahr:  ca 1909 -  1914

Brenner: 5'''

 K&T: 7523

In Sammlung / Restauration seit: 2017

K&T Original Panzer Sturmvogellaterne 7523 7'''

 

Zu dem kleinen Stormbird in 5''' gibts auch die Variante in 7'''

 

Diese "Sonderprägung"  verwendet den beliebten ""Wont go out" Schriftzug auf dem Tank. Die Tankprägung "Stormbird" wird von einem Vogelmotiv ergänzt.

Es besteht Verwechslungsgefahr, existiert doch auch eine andere Laterne mit dem Namen "Sturmvogel". Neben der englischen Prägung ist sie auch französisch geprägt. "La Mouette Curiasse" - "Möwe Panzer". 

 

Die Halteösen für den Tragbügel sind ungewöhnlich für K&T, der Bügel läßt sich nur von +80° bis -80° bewegen und entsprechend auch nicht an die Laterne klappen. Praktisch zum anfassen und hochheben, aber wohl nicht original. Die Laterne wurde schon mal von professioneller Hand aufgearbeitet.

 

Als Glas kommt ein typisches K&T Panzer Sturmtrotz Glas zum Einsatz.

 

Die Plakette habe ich abgelötet um sie separat schonend aufarbeiten zu können. Zu oft zerbröseln sie sonst vollständig.

 

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann

Land: DR / Thüringen / Erfurt

Baujahr:  ca 1909 -  1914

Brenner: 7'''

 K&T: 7523

In Sammlung seit: 2018

Restauration: 2018

K&T Original Panzer Sturmvogellaterne 7'''

 

Dieses Modell verwendet einen einfachen Tank ohne Prägungen und ist nur durch die Plakette gemarkt. Wie die meisten Modelle seiner Zeit verwendet es die patentierte Boden- Luftdurchführung und besitzt einen verbleiten Tankboden.

Der Oberbau war in relativ gutem Zustand, der Tank jedoch am Boden, den Seiten und an der Oberseite durchgerostet, so das aufwändige Reparaturarbeiten und für ein besseres Finish eine Rostschutzgrundierung und Lackierung erforderlich wurden.

Sie kam ohne Originalglas und muss bis auf weiteres mit einem lädierten Panzer Sturmtrotz Glas auskommen.

Ein Jahr später gab es unbeschädigten Ersatz.

 

Hersteller: Kästner & Töbelmann

Land: DR / Thüringen / Erfurt

Baujahr:  ca 1913 -  1915

Brenner: 7'''

 K&T:

In Sammlung seit: 2019

Restauration: 2019

 

K&T Original Doppel Panzer Sturmlaterne   "Dreadnought - Fürchtenichts"  7530  7'''

 

 

Dieses Modell wurde 1913 eingeführt. Der Name ist kein Witz, die Laterne hieß im deutschen Sprachraum tatsächlich so.

Auffällig das schöne und sehr stabile Glasschutzgitter, welches auch auf Werbemarken abgebildet wurde. Es ist meiner Meinung nach das robusteste Laternengitter überhaupt. Praktisch unmöglich das an dem Gitter was abbricht oder sich verbiegt.

Eine weitere Besonderheit zeigt sich im Brennerbereich. Der Brennerhut besitzt zwei seitliche Flügel die über die Luftrohre reichen. Nimmt man den Brennerhut ab, legt man zwei Reinigungsöffnungen an den unteren Luftrohren frei.

Die Laterne ist angegeben mit sportlichen 44h Brenndauer, das schafft sie aber bestenfalls im Funzelmodus.

 

Der Tank ist baugleich zu einer "normalen" PANZER STURMTROTZ LA CUIRASSEE mit der Markung THE LIGHTHOUSE  WONT GO OUT .

 

1. Bestandsaufnahme:

- Plakette geklaut ; - Glas ausgebrochen ; - deutlicher Rostbefall ; - Luftrohr unten lose,war angeklebt

 

Nach dem ersten Entrostungsdurchgang:

- Luftrohr oben lose und abgefallen ; - Brennerkammer lose und abgefallen ; - Verlötung Luftrohre aufgeplatzt

 

Nachdem ich mich 2h lang einmal quer durch die Laterne gelötet habe ist zwar alles wieder beisammen, aber der wechselnde Oberflächenzustand macht eine Lackierung erforderlich. Von einer Spenderlaterne kommt noch eine passende Plakette.

 

In Sammlung seit: 2017

Restauration: 2017

 

K&T: 7513

K&T Panzer Sturmtrotz "Dreadnought" / "Fürchtenichts" 5'''

 

Und noch einmal das Modell, diesmal jedoch als 5''' Ausführung, also eine Nummer kleiner.

Die Substanz deutlich besser, dafür fehlt der Brenner. Irgendwas ist immer. Lackiert habe ich sie eigentlich nur damit sie optisch zu ihrer großen Schwester passt. Die Plakette war bei Ankunft noch zu 50% vorhanden, doch diese wurde nur durch Oxide und Farbreste zusammengehalten.

 

In Sammlung seit: 2018

Restauration: 2018

 

Lackierung: Zinkgrundierung + RAL 7015 Schiefergrau Thermo seidenmatt

 

K&T:7513

K&T Original Panzer Sturmtrotzlaterne

 

Das Bandeisen Schutzgitter wurde möglicherweise auch bei Modellen mit normaler Brennerkappe und Glassieb verwendet. Schön an dem Modell das im Fußbereich gemarkte Glas.

 

Obenliegende Brennkammerbelüftung Version 2

 

Baujahr: vmtl. um 1918-1924

K&T Original Patent Panzer Curiass  7504 für C.J. Bergman, Stockholm

 

 Dieses Modell mit "Patent-Doppelsieb" entspricht dem Modell im Katalog von 1927 und 31. Bemerkenswert das noch immer spezielle gemarkte schwedische Exportprägungen gefertigt wurden.

 

Die Laterne kam ohne korrektes Glas und ohne Brenner, und leider waren auch bei mir die passenden Ersatzteile etwas knapp, also ist sie vorerst nur "fast" fertig.

 

Baujahr: ca 1927-31

K&T Original Panzer Curiass DR Patent   7'''

 

Hier haben wir so ziemlich das letzte Curiass Modell,  schon mit dem neuen Tank auf welchen alle Laternen seit den 1920ern umgestellt wurden. Die oben liegende patentierte Brennkammerbelüftung mit den Löchern im Dreieck ist zwar angedeutet, aber die Löcher fehlen. Wahrscheinlich wurde das zu Ende der Fertigung schon wieder eingespart.

Der Schriftzug am Tank wurde original rot ausgelegt, was noch an Resten zu erkennen war.

 

Ein korrektes Glas mit CURIASS Schriftzug fand sich dann tatsächlich nur wenige Monate später.

 

Hersteller: Kaestner & Toebelmann, Erfurt

Land: DR

Brenndauer:

Brenner: 7'''

Baujahr: ca. 1931 - 1932

 

in Sammlung seit: 2009